Physiotherapie Simone Rammelt
Paul-Robeson-Str. 5
10439 Berlin

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Fax: (030) 34 39 92 52
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News

Große Wirkung: Ausdauertraining bei Herzschwäche

Luftnot schon bei leichter Anstrengung wie Treppensteigen und rasche Ermüdbarkeit – daran erkennt man die chronische Herzschwäche (Herzinsuffizienz), an der in Deutschland nach Schätzungen zwei bis drei Millionen Menschen leiden. Früher galt: Bei Herzschwäche muss man sich schonen. Heute weiß man, dass regelmäßige Bewegung und Ausdauersport helfen bei Patienten mit chronischer Herzschwäche diese Beschwerden zu lindern. „Untersuchungen zum regelmäßigen Ausdauertraining an 800 Patienten haben gezeigt, dass sich die Leistungsfähigkeit sogar um zehn bis 25 Prozent verbessern lässt – je nach Intensität und Dauer des Trainingsprogramms. Bewegung bei Herzschwäche ist ungefährlich. Leider ist diese Erkenntnis in der Praxis bei vielen Ärzten noch nicht angekommen“, betont Dr. med. Marcus Sandri, Kardiologe am Herzzentrum Leipzig – Universitätsklinik. „Eine Bewegungstherapie sollte man bei dieser schweren Erkrankung jedoch nur nach gründlicher Untersuchung durch den Herzspezialisten und unter fachlicher Aufsicht beginnen“, rät Dr. Sandri in dem Experten-Ratgeber „Das schwache Herz“ der Deutschen Herzstiftung, der kostenfrei unter www.herzstiftung.de/herzschwaeche-therapie (Tel. 069 955128400, E-Mail: bestellung@herzstiftung.de) angefordert werden kann. Eine Bewegungstherapie ist generell für alle Patienten mit einer stabilen Herzschwäche (Stadien II bis III nach der NYHA-Einteilung*) möglich.

Training verhindert fatalen Muskelabbau In der Herzschwächetherapie geht man davon aus, dass durch die Herzschwäche und damit verbundene Entzündungsreaktionen Muskelgewebe abgebaut wird, was zu schnellerer Erschöpfung und Überbelastung der verbleibenden Muskulatur führt. Diesem Abbau setzt man ein Ausdauertraining entgegen. Ziel ist nicht in erster Linie die Verbesserung der Herzleistung, sondern zu verhindern, dass die Patienten durch fehlende körperliche Belastungen immer mehr Muskelmasse verlieren und schlechter belastbar werden. „Verlust an Muskelmasse bei Patienten mit chronischer Herzschwäche erhöht das Risiko einer Krankenhauseinweisung und verschlechtert die Prognose“, warnt Dr. Sandri. Das muss aber nicht sein, wie Untersuchungen gezeigt haben. „Krankenhauseinweisungen und Todesfälle durch Herzschwäche nehmen dank des Ausdauertrainings ab.“

Training mit Herzschwäche: Was eignet sich am besten? Bei Herzschwäche empfehlen sich körperliche Aktivitäten, bei denen viel Bewegung mit vergleichsweise wenig Kraftaufwand möglich ist: Spazierengehen, längeres Wandern, Nordic Walking, Radfahren und bei gut trainierten Patienten auch Skilanglauf. In den ersten Wochen eines Ausdauertrainings sind eine ärztliche Überwachung sowie EKG und Blutdruckmessungen während der Übungen zu empfehlen. Ein Ausdauertraining mit dem Fahrradergometer beginnt in den ersten Wochen bei sehr niedriger Intensität (40 bis 50 % der Herzfrequenzreserve) für zehn Minuten zweimal am Tag. Wird dieses leichte Training gut vertragen, kann es unter ärztlicher Kontrolle gesteigert werden. Wird das Trainingsprogramm unter ärztlicher und sporttherapeutischer Anleitung insgesamt gut vertragen, kann man es nach Beendigung zu Hause fortsetzen. Tipp: Training in der Herzsportgruppe, die mit einem Sporttherapeuten mindestens einmal wöchentlich Übungen speziell für Herzpatienten anbietet und von einem Arzt begleitet wird, hilft Ängste abzubauen und sich mit Betroffenen auszutauschen.

Wo Medikamente zwar weniger helfen, dafür aber Bewegung Körperliches Training wirkt sich auf günstig auch auf die diastolische Herzschwäche aus, die auf einer Füllungsstörung des Herzens beruht und deren Therapie noch nicht so gut erforscht ist wie bei der (systolischen) Herzschwäche, die auf einem Verlust der Pumpkraft des Herzens beruht. Während mit Medikamenten allenfalls kleine Effekte erzielt werden können, eignet sich ein kombiniertes Ausdauer-/Krafttraining sehr gut, die Situation von Patienten mit diastolischer Herzschwäche zu verbessern. Körperliches Training verbessert bei diastolischer Herzschwäche die Leistungsfähigkeit, die Lebensqualität und Elastizität des Herzmuskels, wie die Europäischen Leitlinien zur Herzschwäche 2016 betonen. „Wer sein Ausdauertraining mit einem Krafttraining kombinieren möchte, sollte unbedingt auf eine gezielte Atemtechnik mit Ausatmen in der Belastungsphase achten, um die gefährliche Pressatmung zu vermeiden“, rät Dr. Sandri.

Hexenschuss – wenn plötzlich nichts mehr geht

Berlin im Oktober 2017. Fast jeder kennt das Gefühl: Eine falsche Bewegung im Haushalt oder beim Sport und schon ist es passiert – ein Hexenschuss. Insbesondere in der kalten und nassen Jahreszeit klagen viele wieder vermehrt über plötzlich auftretende lähmende Rückenschmerzen. Ein Hexenschuss schränkt Betroffene stark ein, ist jedoch harmlos. Zurückzuführen lassen sich die Schmerzen auf plötzlich auftretende Muskelverspannungen und Nervenreizungen, beispielsweise aufgrund einer Arthrose der kleinen Wirbelgelenke. „Anders als oft vermutet liegt der Hauptgrund für das vermehrte Auftreten in der kalten Jahreszeit jedoch nicht in den sinkenden Temperaturen. Vielmehr bewegen sich die Menschen bei schlechtem Wetter weniger, weil sie mehr Zeit sitzend in ihrer kuschligen Wohnung verbringen oder selbst für kurze Wege das Auto oder den Bus benutzen. Bewegungsmangel ist jedoch Gift für den Rücken“, so Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Avicenna Klinik in Berlin. Er gibt Ratschläge, wie sich Betroffene umgehend selbst helfen, und erklärt, wann es doch ratsam ist, einen Arzt aufzusuchen:

1. Wirbelsäule entlasten
Die Stufenlagerung entlastet die Wirbelsäule. Hierfür legen sich Betroffene für etwa zehn Minuten flach auf den Rücken und lagern die Unterschenkel auf einem Stuhl oder einem vergleichbaren Gegenstand, sodass zwischen Ober- und Unterschenkel ein rechter Winkel entsteht. Anschließend langsam wieder aufrichten und sich vorsichtig in Bewegung setzen.

2. Wärme hilft!
Bekannte Hausmittel wie Heizdecken, Kirschkernkissen, Wärmeflaschen oder auch eine Rotlichtlampe fördern effektiv die Durchblutung der Rückenmuskulatur und helfen so dabei, diese zu entspannen. Dadurch lassen die Schmerzen langsam, aber sicher wieder nach.

3. Bewegung – gewusst wie
Früher galt, dass bei einem Hexenschuss vor allem Ruhe und Schonung hilft. Dieser Standpunkt ist jedoch längst überholt. Anstelle von Ruhigstellung, die oftmals die Verspannungen der Muskeln verstärkt, sollten Betroffene sich lieber leicht bewegen. Als besonders empfehlenswert gelten hier ausgedehnte Spaziergänge oder Bewegung in warmem Wasser. Mithilfe von zusätzlichem leichtem Dehnen oder Stretchen lassen Schmerzen schnell wieder nach.

4. Kleine Schmerz-Auszeit durch Tabletten
Bei sehr starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen empfiehlt es sich, muskelentspannende und schmerzstillende Medikamente zu verwenden. Allerdings sollte die Einnahme nicht länger als ein paar Tage erfolgen.

5. Wenn alles nicht hilft: Arzt aufsuchen
Wenn Schmerzausstrahlungen in den Beinen, Taubheitsgefühle und Kraftminderung auftreten oder wenn die Schmerzen nach zwei Tagen nicht nachlassen, sollte eine Abklärung durch einen Facharzt erfolgen. Viele versprechen sich durch eine Schmerzmittelinjektion ein schnelles Nachlassen der Beschwerden. Jedoch birgt jede Spritze immer das Risiko von Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen, Blutergüsse oder Entzündungen. Deshalb empfiehlt sich eine sorgsame Abwägung der Vor- und Nachteile in einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch. Früher bekamen Patienten oft auch Kortison in die Gesäßmuskulatur injiziert. Von dieser Methode nehmen viele Ärzte mittlerweile Abstand, weil hierbei das Risiko besteht, dass dadurch Abszesse oder Nekrosen entstehen.

Weitere Informationen unter www.avicenna-klinik.de.

Muskelschonende OP-Technik bei Hüft- und Kniearthrose

Arthrose ist eine Volkskrankheit. Allein in Deutschland leiden rund 20 Millionen Menschen daran. Neben Händen sind besonders häufig die Hüft- und Kniegelenke betroffen. Hauptursache für eine Arthrose ist der normale altersbedingte Verschleiß. Aber auch Fehlstellungen, Durchblutungsstörungen oder Unfälle können dazu führen. Zur Behandlung einer Hüft- bzw. Kniearthrose stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Welche das sind und wie dank moderner, schonender Operationstechniken sowohl Muskeln als auch umliegende Sehnen und Nerven geschont werden, darüber berichtete Ralf Dörrhöfer, Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie bei den Fachärzten Rhein-Main, dem Netzwerk der Emma Klinik, im Rahmen eines Informationsabends am vergangenen Dienstag.

„Zur Behandlung einer Hüft- und Kniearthrose stehen je nach Stadium, Ansprüchen und Lebensgewohnheiten der Patienten ganz unterschiedliche Methoden zur Verfügung“, so Ralf Dörrhöfer. „In einem frühen Stadium können Physiotherapie, Medikamente oder Injektionen ins Gelenk die Beschwerden lindern. Ist ein Gelenkersatz erforderlich, wenden wir Chirurgen der Fachärzte Rhein-Main eine knochen- und muskelschonende Operationstechnik an“, informiert der Experte.

Die richtige Prothese für jeden Typ Je nach individueller Situation des Patienten kommen unterschiedliche Prothesen in Frage. „Unser Prinzip ist es, nur den Bereich des Gelenks zu ersetzen, der auch tatsächlich verschlissen ist“, so Dörrhöfer weiter. Je nach Befund kommen Teilprothesen oder Totalendoprothesen zum Einsatz.

Weniger Schmerzen und schnellere Mobilisation dank minimal-invasiver Technik
Weiterhin berichtete Dörrhöfer, dass er und seine Kollegen bei den Fachärzten Rhein-Main beim Gelenkersatz, wann immer möglich, auf die moderne und schonende minimal-invasive OP-Methode setzen. Hierbei werde gewebe- und muskelschonend operiert. Die Vorteile für den Patienten liegen auf der Hand: Das Verfahren schont das Gewebe und kommt dabei mit kleineren Hautschnitten aus. In der Regel führt dies zu weniger Schmerzen, einer schnelleren Heilung und dem früheren Zurückerhalten der Beweglichkeit. „Welche Gelenkart und welches OP-Verfahren wir einsetzen, entscheiden wir aber immer gemeinsam mit dem Patienten nach einem ausführlichen Gespräch und einer umfassenden Untersuchung“, so Dörrhöfer.

Schnelle Genesung mit optimaler Nachbehandlung Neben der schonenden OP-Methode sei für den Heilungsprozess auch die Nachsorge und Physiotherapie sehr wichtig. Im Netzwerk der Fachärzte Rhein-Main komme dabei ein sehr modernes Modell zum Einsatz, das sogenannte Rapid Recovery Programm (‚Schnelle Genesung‘), erklärte Dörrhöfer. Darin sind mehrere aufeinander abgestimmte Schritte wichtig: Patienten werden frühzeitig auf die OP sowie die Zeit danach vorbereitet und ebenso während des gesamten Prozesses aktiv mit einbezogen. Zudem wird ein Angehöriger geschult, den Verlauf zu begleiten und zu unterstützen. „Zusammen mit einer speziellen Schmerztherapie und dem frühen Mobilisieren des Patienten schaffen wir es, dass sich Patienten heutzutage deutlich schneller erholen, wieder aktiv sind und den Gelenkersatz gar nicht als ‚Auszeit‘ erleben“, so der Experte abschließend.

Auf Grund der großen Besucherzahl und der positiven Resonanz wird der Informationsabend am kommenden Dienstag, 14. November 2017, um 19.00 Uhr wiederholt:
„Hüft- und Kniearthrose: Moderne Behandlungsmethoden“
Dienstag, 14. November 2017, 19.00 Uhr
Emma Klinik Seligenstadt (Konferenzraum, 2. OG)
Frankfurter Straße 51
63500 Seligenstadt
- Der Eintritt ist frei –

Der digitale Co-Therapeut

In der Rehabilitation nach einem Unfall oder einer Erkrankung sind derzeitig Eins-zu-Eins Betreuungsverhältnisse von Therapeut zu Patient eher eine Seltenheit. Vielmehr treten Verhältnisse von Eins-zu-Acht bis Eins-zu-Fünfzehn auf. Daraus ergibt sich ein hoher Betreuungsaufwand für Therapeuten, die gleichzeitig mehrere Patienten begleiten und somit den Therapieprozess eines einzelnen Patienten nicht durchgehend überwachen können. Die korrekte Ausführung der Trainingsübungen ist allerdings entscheidend für den Erfolg einer Therapie. Bewegungen eines Patienten können beispielsweise zu schnell und mit zu großer oder zu kleiner Amplitude ausgeführt werden. Zudem schleichen sich mit der Zeit Fehler bei der Ausführung von Übungen ein, die ohne zeitnahe Korrektur sogar eine negative Auswirkung auf die Gesundung haben können.

An dieser Stelle setzt die Arbeit der Nachwuchsforschergruppe AssiSt von der Technischen Universität Chemnitz an. Ihr gelang es mit Verfahren des maschinellen Lernens, das Feedback des Therapeuten in Form eines technischen Assistenzsystems nachzubilden. „Dadurch ist es möglich, die von Patienten ausgeführten Bewegungen in Echtzeit mit Hilfe einer intelligenter Sensortechnologie zu analysieren und anschließend per Anweisung über ein Feedbackdisplay zu korrigieren – vor allem in den Phasen, in denen Therapeuten den Therapieprozess nicht begleiten können“, berichtet Julia Richter vom Projektteam. Vom 13. bis 16. November 2017 wird das neue System zur Rehabilitationsunterstützung auf der weltgrößten Messe für Medizintechnik, der MEDICA in Düsseldorf, am Stand 3/D94 vorgestellt.

Mit Patientinnen und Patienten kommt der entwickelte Demonstrator erstmals 2018 in klinischen Tests in der in Chemnitz ansässigen Rehabilitationseinrichtung ADMEDIA Reha GmbH zum Einsatz. „Ziel ist es, die Mensch-Maschine-Schnittstelle sowie die Integration in den klinischen Alltag zu optimieren und die Praxistauglichkeit zu evaluieren“, blickt Richter voraus. Perspektivisch visieren die Nachwuchsforscherinnen und -forscher auch eine Überführung des derzeitigen Demonstrators zur Marktreife an.

„Die MEDICA bietet eine ideale Möglichkeit, um weitere Partner und Akteure zu gewinnen, sodass in naher Zukunft ein breites Spektrum von Anwendern von diesem innovativen System profitieren kann“, schätzt Richter ein und ergänzt: „Wir beantworten in Düsseldorf und natürlich auch darüber hinaus gern alle Fragen zu therapeutischen sowie technischen Hintergründen unseres Assistenzsystems.“ Die Forschung der interdisziplinären Nachwuchsforschergruppe wird unterstützt durch den Europäischen Sozialfond (ESF) und den Freistaat Sachsen.

Homepage des Projektes „Assistierte Bewegungskontrolle in der Rehabilitation durch intelligente Sensortechnologie“ (AssiSt): https://www.tu-chemnitz.de/etit/dst/projekte/assist/index.php Bildunterschrift: Echtzeit-Feedback am Display: Lars Lehmann von der Professur Digital- und Schaltungstechnik der TU Chemnitz testet das neue Therapieassistenzsystem mit seiner Kollegin Julia Richter im Labor.



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Airflow-Geräte

Pulver-Strahl-Geräte, mittels derer Verfärbungen an den sichtbaren Zahnflächen entfernt werden können, ohne dass der Zahnschmelz angegriffen wird.